Endless Voyage X – Darker Seasons (Rezension / Review)

Endless Voyage X - Darker Seasons
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Als ich Jake O’Brien, dem kreativen Kopf hinter dem atmosphärischen Black-Metal-Projekt Endless Voyage X nach seiner Inspiration fragte, antwortete er mir prompt und scheinbar auch etwas belustigt, dass die Natur, der Ozean sowie die Dunkelheit die Antriebskraft seines musikalischen Tuns seien. Wenn ich mir dazu das Cover mit der kleinen, auf den unendlichen Weiten des Ozeans sich total verloren vorkommen müssenden Schaluppe vor Augen halte, dann glaube ich ihm aufs Wort. Und spätestens als die ersten Schreie einer in die bodenlose Tiefe des Ozeans hinuntergestürzten und auf ewig verdammten Seele erschallen, ist jeglicher Zweifel wie von einem Tsunami hinfort gespült. Das beklemmende Gefühl, sich einsam und verlassen auf einem Geisterschiff zu befinden, wird durch das Wellenwogen auftürmende Gitarrenspiel wie das rhythmisch stampfende Schlagzeug von Minute zu Minute immer mehr bekräftigt. Es ist wie ein permanentes Pochen aus der Tiefe, das auf ein weiteres Opfer, welches rettungslos dem Black Metal verfallen ist, wartet… So zumindest wirkt der Eröffnungssong „Summer’s Passing“ der Debüt-EP „Darker Seasons“ auf mich. Mit „Eternal Echoes“ geht die Reise in recht ähnlicher Manier weiter, was aber kein Manko ist, denn wir haben es hier mit einem Konzept zu tun, welches auf vier ineinandergreifende Songs verteilt ist. Nach der etwas ruhigeren Akustikpassage „Of Wind and Rain“, wo sich mittels eines permanenten Synth-Einsatzes eine zusätzliche Spannung aufbaut, wird es bei dem finalen, auf „As Ships Lost at Sea“ getauften Song nochmals richtig stürmisch. Und inmitten dieses Orkans erschallt, dem glasklaren Ton nach zu urteilen, ein vom klassischen Heavy Metal inspiriertes und vom Gastmusikers Korbak eingespieltes Gitarrensolo, das einen ziemlich starken Kontrast zu Jacks dunkler Spielart darstellt. Danach dehnt sich langsam eine tödliche Ruhe im Raum aus…

In der Gesamtheit ist diese kleine, ca. zwanzigminütige EP ein gelungener Einstand, der unserem kompletten Waldhalla Team zusagt. Und drei Waldhalla Mannen können sich doch nicht irren, oder? Freunde des Atmospheric Black Metals sollten hier mal reinhören. Und evtl. auch Freunde von Doom, denn wer gewillt ist, der wird vielleicht auch eine Prise davon in Jacks Metal heraushören können.

When I asked Jake O’Brien, the creative mind behind the atmospheric black metal project Endless Voyage X regarding his inspiration, he answered promptly and said that nature, the ocean and darkness are the main inspirations of his musical activities. When I look at the cover with the little sloop, which is totally lost in the ocean’s vastness, I believe him. And when the first screams of a soul, that has fallen down to the bottomless depth of the ocean and now is eternally condemned, sounds, any doubt is swept away as from a tsunami. The oppressive feeling of being lonely and deserted on a ghost ship is more and more confirmed by a wave-swinging guitar playing as well as by the rhythmic stamping drums minute to minute. It’s like a permanent knocking from the depths, waiting for another victim, that is hopelessly addicted to black metal… So, that’s how the opening song „Summer’s Passing“ from the debut EP „Darker Seasons“ sounds to me. „Eternal Echoes“ continues the journey in a quite similar way, but that’s no problem, because it’s a concept, which consists of four interrelated songs. After the quieter acoustic passage „Of Wind and Rain“, where a supplementary tension is build up with a permanent cue of synth, the final song called „As Ships Lost at Sea“, gets really stormy again. And in the midst of this hurricane sounds a classic heavy metal guitar inspired solo by the guest musician Korbak, that is a rather strong contrast to Jack’s dark playing. Then slowly a deadly silence expands…

In total, this small, twenty minute long EP is a successful start, which is liked by our whole Waldhalla team. And three Waldhalla mates can’t be wrong, can’t we? Friends of atmospheric black metal should give it a try. And maybe friends of doom as well, because maybe you’ll be able to pick out a pinch of that in Jack’s Metal.

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