Tarte aux carottes (Rezept)

Tarte aux carottes

Noch – und das kann man trotz der frühlinghaft warmen Sonnenstrahlen in den letzten Tagen sicherlich guten Gewissens sagen – hält uns der Frost des ausklingenden Winters in seiner kalten Umarmung. Oder unsere Windschutzscheiben, wie ich heute morgen abermals frustriert feststellen musste. Ein guter Grund also, sich so richtig von innen aufzuwärmen. Zum Beispiel mit einem scharf-würzigen Gericht mit Anlehnung an die französische Küche.

Ein kurzer Ausflug in die Kochsprache verrät uns, dass eine Tarte in der Küche der gaumenfreudigen Franzosen nicht nur wörtlich übersetzt* sondern auch tatsächlich eine Art von Kuchen ist. Nur, dass dieser auch herzhaft belegt werden darf und der Teig an sich nicht gesüßt wird. Der hier vorgestellte „Karottenkuchen“ ist nicht nur lecker und ziemlich sättigend, sondern hat es auch beim Schärfegrad in sich.

Zutaten:
4–5 Blätterteigplatten (tiefgekühlt, sehr lecker sind Dinkelplatten)
3 Schalotten
2 EL Olivenöl
200 g Karotten
200 g Ziegenfrischkäse
3 EL Chili-Senf
Butter für die Backform
Thymian, Meersalz, schwarzer Pfeffer
3 TL Honig

Tarte aux carottes Zutaten

der chili-senf sorgt für den schärfe-kick

Bevor wir loslegen können, müssen wir selbstverständlich die Blätterteigplatten (leider sind diese nicht vollwertig erhältlich, aber man kann sie auch selbst aus Vollkornmehl herstellen) auftauen. Wer Zeit hat, kann diese ausgepackt nebeneinander legen und sanft auftauen – für die Eiligen unter uns kann die Heizung als Hilfsmittel verwendet werden. Während des Auftauens können wir schon einmal die Schalotten in dünne Scheiben schneiden. Danach die Karotten waschen, schälen und ebenfalls in (ca. 3 mm) dicke Scheiben schneiden.

In einer Pfanne einen Esslöffel Öl erhitzen und die Schalotten darin anbraten. Anschließend die Karotten dazugeben und alles zusammen ein paar Minuten in der Pfanne dünsten. Nun kann die Kastenform vorbereitet werden, indem sie mit Butter gut gefettet wird. Zwei der Blätterteigplatten werden so in die Form gelegt, dass der Boden komplett belegt ist. Die restlichen Platten (ich brauchte dazu in der Tat drei Stück, es können aber auch zwei ausreichen – deshalb die ungenaue Angabe in der Zutatenliste) in der Mitte teilen und die Ränder (etwas bis zwei Drittel der Höhe der Form) damit auskleiden.

Den Frischkäse mit dem Chili-Senf, zwei Esslöffeln Honig, Thymian, Salz, Pfeffer und dem restlichen Öl verrühren. Wer nicht so auf den typischen Geschmack von Ziegenkäse steht, kann sicherlich auch normalen Frischkäse verwenden. Ich habe den Ziegenfrischkäse mit normalem Frischkäse gemischt (und somit insgesamt etwas mehr wie 200 g Frischkäse gehabt, aber auch mit 250 g klappt das Rezept gut). Falls jemand von euch es nicht so scharf mag, kann sicherlich auch mittelscharfer oder gegebenenfalls noch milderer Senf verwendet werden. Obwohl der verwendete Frischkäse dem Gericht ein gutes Stück seiner Schärfe nimmt und es milder macht als es klingt.

Zu guter Letzt noch die Karotten und Zwiebeln auf der Frischkäsemischung verteilen und leicht eindrücken. Über allem noch den restlichen Honig verteilen. Den „Karottenkuchen“ im vorgeheizten Backofen bei 200 °C (Ober-/Unterhitze) auf der untersten Schiene etwa 25 bis 30 Minuten backen.

* Na ja, eigentlich sagt mein Wörterbuch, dass es in der Tat „Torte“ heißt.

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