Exklusiver Video-Einblick in „Ett Fjärran Kall“ von Fornhem

Fornhem
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Ein Widerhall aus lange vergangenen Zeiten

Wie oft wurde das Ende des ursprünglichen Black Metals in den letzten 20 Jahren
vorhergesagt? Mit ihrem Debütalbum „Ett Fjärran Kall“ (übersetzt „Ein Ruf aus der Ferne“) widerlegen Fornhem aus Schweden solcherlei Unkenrufe mit Nachdruck.

Es steht außer Frage, dass Vafthrudner und Solbane den Pionieren des Nordischen Black Metals bzw. ihren magischen Klängen eine Menge schulden. Es gelingt dem Duo dennoch, im Rückgriff auf vielgestaltige Folk-/Rock-Einflüsse eine eigene, ungewöhnlich minimalistische wie hypnotische Spielweise zu entwickeln.

„Wir wollen Musik erschaffen, die sich ständig im Fluss befindet, und diese Bewegung erzeugen wir durch nuancierte Unterschiede bei Riffs oder Akkorden“, erklärt Vafthrudner. „Es mag zunächst eintönig und minimalistisch klingen, doch diese kleinen Details hauchen den Liedern Leben ein und lassen sie atmen. Black Metal ist für gewöhnlich schöne Musik, wenn man genauer hinhört – hinter die Wände von Lärm. Wir wollen diese Wahrnehmung mit unserem minimalistischen Ansatz verstärken. Zudem setzen wir auf ruhige Abschnitte, die im Kontrast mit den lautstarken Klangwänden ihre eigene Dynamik entwickeln. Dabei kommen auch akustische Instrumente zum Einsatz. Die Musik sollte bei alledem einfach gestrickt bleiben und solange wie möglich auf Wiederholungen setzen. Wir nehmen uns die Zeit und schauen, wie lange wir ein Riff spielen können. Wir setzen uns dabei nicht unter Druck, sondern achten nur darauf, wie sich die Musik für uns anfühlt.“

Im Hinblick auf die Folk-Einflüsse von Fornhem fügt Solbane hinzu: „Ich schätze Folk sowie Folk Rock/Metal für die ihm innewohnende Eingängigkeit. Es handelt sich um unkomplizierte Musik, die direkt von Herzen kommt. Wir sind mit Sicherheit vom Nordischen Folk ebenso wie vom Folk Rock/Metal beeinflusst, doch nichts hat uns so geprägt wie der Black Metal alter Schule, vor allem Burzum, Darkthrone und Bathory, sowie die klassischen Siebziger- und Achtziger-Rock-&-Metal-Bands.“

A call from a distant past

How often has primeval black metal been announced dead in the last twenty years? With their debut album „Ett Fjärran Kall“ (translated „A call from afar“) Fornhem from Sweden prove those predictions to be pointless.

While Vafthrudner and Solbane undoubtedly owe a lot to the aesthetics originally crafted by the pioneers of Scandinavian black metal, they nevertheless achieve to create their own approach by interpreting influences from a broad spectrum of folk (rock) music in a consciously minimalist and almost hypnotizing way.

„Our aim is to make music that moves forward, even if it’s minimal and repetitive, and we think that adding something or making slight alterations in a riff or chord progression makes it come alive and breathe“, explains Vafthrudner the proven method of Fornhem. „Black metal in general is quite beautiful music behind all the layers of noise, and we want to enhance that by using minimalism. Also, quieter moments or using acoustic instruments creates an interesting dynamic as opposed to the „wall of noise“. The music should be simple and repetitive and long (if needed). We always take our time and really feel how long we can play a certain riff. There should be no stress. And that’s basically how we work; we always focus on how the music feels.“

Reflecting the folk aspect of Fornhem, Solbane adds: „I think folk music as well as folk rock/metal has an inherent catchiness to it, it’s simple and direct music that comes from the heart. We are certainly influenced both by the variety of Nordic folk music, as well as folk rock/metal, but our main influence is old school black metal, most notably Burzum, Darkthrone and Bathory, and also 70s and 80s classic hard rock/metal styles.“