Gravehammer – Nine Days Deep (Rezension)

Gravehammer - Nine Days Deep

Mit dem zweiten Demo-Tape „Nine Days Deep“ setzt die Kieler Old-School-Todesbleitruppe Gravehammer ihren Marsch auf dem knochenbleichen Pfad fort, ohne dabei auch nur einen Fußbreit vom eingeschlagenen musikalischen Weg abzuweichen. Schließlich handelt es sich bei den vier Jungs um absolute Überzeugungstäter, die sich um gar keine Trends scheren und einfach nur das machen, auf was sie Bock haben. Und dass sie voll Bock haben, das hört man! Gleich der Opener „Dance of Bones“ bringt ein gewichtiges Birnenabrisspotential mit ins Spiel, bei dem man einfach unmöglich regungslos auf der Stelle verharren kann. Insgesamt gibt man sich hier noch um einiges kampfwütiger – die Instrumentalfraktion gibt häufiger mal Vollgas – und etwas modriger als auf dem Vorgängertape. Gerade bei den riffbetonten Passagen lässt sich dies (bei voller Lautstärke natürlich) sehr gut auf der Haut spüren. Die Stimme von M.B. ist auch um einiges kraftvoller, stellenweise auch leicht morbid ausgewalzt, was die Mucke sehr gut von anderen Death-Korps abgrenzt, die Produktion druckvoller und der Klang um einiges reiner, was dem Sound im Gesamten aber nicht schadet. Im Gegenteil, er wird auf einen neuen Level angehoben.

Wer auf klassischen Death Metal der schwedischen Einmachart steht und sich auch noch heute riesig freut, wenn Kapellen wie z. B. Desecresy neuen Zündstoff auf dem Friedhof ausbuddeln, der sollte auch Gravehammer seine Aufmerksamkeit schenken. Glaubt mir, ihr werdet sie mögen! Ein Anspieltipp gefälligst? Probiert „Friday Night – Coffin Ride“, denn dort sind alle gedärmigen Zutaten der Band auf drei Minuten und vierzig Sekunden zu einem geilen Death-Metal-Klumpatsch zusammengepresst. Und da das Tape (zumindest die aktuelle Erstauflage) mit dem stimmigen handgezeichneten Cover-Artwork auf nur 50 Einheiten limitiert ist, sollte man sich sputen.