Luther Porter (Bierempfehlung)

Luther Porter

Es ist sehr passend, dass man in der Lutherstadt Eisleben auch die schön aussehenden Luther Biere aufgetischt bekommt. Zumindest in der urgemütlichen Lutherschenke (direkt neben dem Luther-Geburtshaus gelegen), dem wohl schönsten Ort für eine heimelige Einkehr in ganz Eisleben. Unpassend ist aber die Tatsache, dass diese Biere in der Brauerei Neunspringe in Leinefelde-Worbis gebraut werden und nicht wie vermutet in Eisleben. Nun ja, wer schon ein ganzes Wochenende in Eisleben verbringen musste, der weiß, dass man von dieser „geschäftigen“ Stadt (Vorsicht! Ironiefalle!) nicht allzu viel erwarten kann. Da ist nämlich nicht der Luther (er ist zwar dort verstorben, wurde aber in Wittenberg beigesetzt), sondern der Hund begraben.

Wie dem auch sei, da ich gerne Schwarzbiere trinke, habe ich mir zum böhmischen Mittagsmahl ein Luther Porter genehmigt. Gleich nach dem ersten Schluck merkt man, dass diese sehr liebliche Spezialität durch eine etwas zu übertriebene Süße besticht, welche durch die Zugabe von Invertzuckersirup erzeugt wird. Ein ganz klarer Verstoß gegen das Reinheitsgebot, aber dieses stellt sowieso nur ein eng geschnürtes Korsett für die Braukreativität dar und darf von daher nicht so ernst genommen werden. Ist aber nur meine Meinung. Wer es gerne schwarz und bevorzugt sehr süß mag, der wird mit diesem Bier ganz bestimmt zufrieden gestellt werden. Es ist ein gutes Bier für Frauen, die mit dem herberen Geschmack der „männlicheren“ Biere nicht viel anfangen können, und eine gute Alternative zu dem viel bekannteren Neuzeller Schwarzen Abt.

Zutaten: Wasser, Gerstenmalz, Invertzuckersirup, Hopfen
Alkoholgehalt: 4,9 %