Monolithe – Nebula Septem (Rezension / Review)

Monolithe - Nebula Septem
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Die französische Combo Monolithe, welche sich dem Dark und Doom Metal nicht nur mit Haut und Haaren sondern auch mit Fleisch und Knochen verschrieben hat (wovon zwei EPs, sieben ganze Alben sowie zwei Compilations seit dem Gründungsjahr 2001 Zeugnis ablegen), war mir bis vor kurzem noch gar kein Begriff, bis die aktuelle Promo-CD von Les Acteurs de l’Ombre Productions in meinem Briefkasten strandete. Neugierig wie ich nun mal bin, wurde der Silberling sofort in den Player eingelegt und nach nur wenigen Minuten bin ich gleich mit der Musik abgehoben! Ja, der erste Track „Anechoic Aberration“ weiß einen auf Anhieb in das dunkle Vakuum von „Nebula Septem“, des siebten kosmischen Nebels, aufzusaugen. Die ästhetischen, scheinbar aus den unbekannten Weiten des Weltalls durch das Sternenlicht auf die Erde transportierten Melodien durchdringen auf eine befremdliche Weise, der man als Hörer nichts entgegenstellen kann, die Wahrnehmung, beflügeln die Phantasie und lassen den Abenteuerlust Liebenden ins Unbekannte entschweben. Daneben werden hier und da absolut intergalaktische Riffsalven mit offensichtlich kalkuliertem Minimalismus losgelassen, die wie Meteorschauer auf einen einwirken und tiefe Spuren im musikalischen Gedächtnis hinterlassen können. Das Ganze kommt dann, der Songanzahl entsprechend, gleich siebenmal zustande. Der Zahl Sieben wird hier sowieso eine besondere Bedeutung beigemessen, denn sie lässt sich mehrmals auf diesem Science-Fiction-Konzeptalbum, welches sich vorwiegend mit außerirdischem Leben befasst, wiederfinden: Sieben Musiker, sieben Songs, die jeweils alle sieben Minuten lang gehen und mit den ersten sieben Buchstaben des Alphabets sowie den sieben Stammtönen (also von A bis G, zumindest nach der englischen Bezeichnung) beginnen. Vielleicht hat dies neben der üblichen Symbolik auch noch eine ganz besondere kosmische Bedeutung, wer weiß…

Wer sich nun für diese CD (oder alternativ für die auf 300 Exemplare bestückte Vinyl-Pressung) entscheidet, der wird mir hier sicherlich ebenso das absolut harmonische Zusammenspiel der sieben Musiker bestätigen können. Die drei Gitarren, Bass und Schlagwerk klingen tight wie eine Einheit und ergänzen sich auf eine ganz natürliche Art und Weise. Diese orbitale Musikbahn wird von einem düsteren Growling und echt abgefahrenen wie abgespacten Keyboard-Klängen begleitet. Eine wirklich famose Leistung, bei der die Spielfreude der sieben Jungs mit Schwerelosigkeit auf den Hörer übertragen wird. Und wenn das schon über das eingeschränkte Medium einer CD (und bei der LP wird es wohl nicht anders sein) funktioniert, wie muss es sich dann erst live anhören? Das würde ich gerne mal erleben wollen…

Fazit: „Nebula Septem“ ist ein Meisterwerk des Space Dooms! Für alle Freunde des Genres gilt: Bucht einfach diese abenteuerliche Reise zu den Sternen!

The French combo Monolithe commited themselves to dark and doom metal (testified by two EPs, seven full-length albums and two compilations since their founding in 2001) not just with skin and hair, but also with their flesh and bones. They’ve been totally unknown to myself until the latest promo CD send by Les Acteurs de l’Ombre Productions was found in my mailbox. Curious as I am, the CD was immediately inserted into the player and after a few minutes, I lifted up straight with the music! Yes, the first track „Anechoic Aberration“ knows how to absorb ones soul into the dark vacuum of „Nebula Septem“, the seventh cosmic fog. The aesthetic melodies, which are seemingly transported from the unknown vastness of the universe by the starlight to Earth, are penetrating the perception, inspire the imagination and let the love of adventure lover float into the unknown. In addition, here and there absolutely intergalactic riffs blast with obviously calculated minimalism, which affects one like a meteor shower and leaves deep traces in the musical memory. According to the number of songs, this happens equally seven times. The number seven is given a special meaning here anyway, because it can be found several times based on this science fiction concept album, which is mainly concerned with extraterrestrial life: Seven musicians, seven songs with each seven minutes, that begin with the first seven letters of the alphabet and the seven main tones (from A to G). Maybe this has got not only a usual symbolism, but also a very special cosmic meaning, but who knows?

Whoever decides to grab one of this CDs (or alternatively one of the 300 copies of the vinyl-pressing), will certainly be able to confirm the absolutely harmonious interaction of the seven musicians. Three guitars, bass and drums sound tight, standing as one and complement each other in a natural way. This orbital way of music is accompanied by a sombre growling and really funky and well-tuned keyboard sounds. A really great performance, in which joy of playing of these seven guys is transferred with weightlessness to the listener. And if that works on the limited medium of a CD (and the LP as well), how will it sound live? I would like to experience that…

My conclusion on this: „Nebula Septem“ is already a space doom classic! To all friends of the genre I just say: Just book this adventurous journey to the stars!