Der Wälder Schönheit… (Gedicht)

Waldsonett

Farben und Formen prägen den Herbst. Ein letztes Aufbäumen der Natur, bevor sie in ihren kalten Schlaf entschwindet. Gegossen in ein klassisch anmutendes Gedicht als Huldigung an den Wald und als Dank an einen der wenigen Menschen, der dessen Allgegenwart als die wahre Schönheit der Natur erachten und schätzen kann. Danke, meine Freundin!

Waldsonett

Nebelschwaden zieh’n umher, an Berges sanften Weiten,
durch Baumeswipfel strahlt der Mond sein kaltes Glimmerlicht.
Von Grau zu Grün verfärbt der Wald sein altes Blattgesicht,
mit ersten Blick der Sonn‘ zu frühen Morgenzeiten.

Ein süßes Rauschen durch die Kronen stetig einher weht,
wo bunt gefiedert Vögel singen leis ihr Freudenlied.
Der Nebel langsam Tau ergießend ewig weiter zieht,
ein stolzer Hirsch an lichtem Ort zum Grasen ehern steht.

Wer tiefer, immer tiefer gar durch Baumkaskaden dringt,
und seinen durst’gen Atem mit dem Hauch der Wälder tränkt,
in dem Rausch der Blätter, Formen, Farben tief versinkt.

Das Glück der Wälder kennt nur, wer sein Aug dem Herzen schenkt,
wer lauschet und wer spüret, welche Gaben er uns bringt.
So schweife ab und nimm dir Zeit und geh wohin’s dich lenkt.