Geilings Bräu

Geilings Bräu

Es war einmal an einem schönen Frühfrühlingstag in der Neukirchen-Vluyner Gaststätte namens Samannshof, wo wir uns zwecks Mittagessen in einer gemütlichen Runde mitsamt Kind und Kegel zusammengefunden haben. Ein kurzer Blick auf die aufgehängte Tafel hat uns sofort den uns bis dato noch unbekannten Namen eines uns noch unbekannten Gerstensaftes verraten: Geilings Bräu. Hu! Dieser Name klang in allen Ohren geil, wurde also umgehend bestellt. Und das war der Auftakt einer neuen Liaison…

Wie sich später herausstellte, gibt es dieses Bier auch als Flaschenabfüllung. Und diese sieht optisch verdammt ansprechend und richtig edel aus, um nicht zu sagen exakt genauso, wie man sich ein mit Herzblut und von Hand gebrautes Bier nur vorstellen kann: Eine schön schlanke, mit rotem Wachslack (!) versiegelte Bügelverschlussflasche, ein schlichtes, in der Form eines Wappens aufgeklebtes Etikett, das Mindesthaltbarkeitsdatum hinten von Hand geschrieben. Keine Werbeaufkleber, keine Goldmedaillen. Das schlichte Design des Logos, mit Hase und Fuchs in der Mitte des Wappens, was vermutlich eine (Natur)Verbundenheit zum Landschaftsbild des Niederrheins symbolisiert, ist als Blickfänger vollkommen ausreichend. Wenn man dieses Bier erblickt, dann muss man es einfach mitnehmen!

Die Rezeptur basiert auf der jahrelangen Arbeit des gelernten Brauers und Mälzers Johannes Lehmbrock. Aufgewachsen auf dem Saalhoffer Geilings Hof am Niederrhein, wusste er was der Gaumen des Biertrinkers wünscht und kreierte so nach 2-jähriger Entwicklungszeit, in den Gewölben des Hofes, einen Hochgenuss der seines Gleichen sucht.

Auch der Geschmack wird sicherlich keinen enttäuschen, zumindest nicht den, der auf Gutes wert legt, eine seichte Ahnung von Bier hat und die Mainstream-Biere, wie zum Beispiel die vermeintliche „Perle der Natur“ nicht mehr untergeschoben haben möchte. Das naturtrübe Vollbier riecht schon beim Einschenken sehr angenehm malzig. Und es hat fürwahr einen ganz besonders feinen, nur schwer in Worte zu fassenden fruchtigen sowie leicht bitteren Geschmack, der aus dem Zusammenspiel aus dem Hallertauer Aroma-Hopfen, einer guten Mischung von verschiedenen Spezialmalzen und dem Einsatz von Hefe, welche ein Teil der geheimen Geilings-Bräu-Rezeptur ist, herrührt. Dennoch ist es ein mildes und leicht die Kehle entlang rinnendes Bier ohne irgendwelche besonders hervorstechenden Merkmale. Aber es mundet. Und das reicht doch völlig, oder?

Zu so einem Bier legt man am besten eine Scheibe wie „Jagdheim“ von Bergthron in den Player. Auf diese Weise erfährt man gleich einen zweifachen Genuss in Vollendung!

Zutaten: Wasser, Gerstenmalz, Hefe, Aroma-Hopfen
Alkoholgehalt: 4,9 %