Interview mit Ferndal (Lestaya & Sorathiel)

Ferndal Interview
Wie schon beim Debüt von 2016 gehören Ferndals „Singularitäten“ ebenfalls zu echten Ausnahmeraritäten des oftmals zu vorschnell beackerten schwarzmetallischen Urbodens, welcher sich hier als perfekt inszenierte Polarität zur klassischen Musik dem Hörer offenbart. Die nicht gerne gesehene, weil oftmals mangels fruchtbarer Konzeptausarbeitung stark leidende Liaison der beiden Stile, die im Kern nicht unterschiedlicher sein können, gelingt den Münsteranern mit einer grazilen Leichtigkeit und auf einem derart hohen Level, dass man bei ihrem aktuellen Opus „Singularitäten“ von einem Meisterwerk der deutschen Tondichtkunst sprechen darf. Es ist wahrlich eine musikalische Begegnung auf Augenhöhe mit den Schöpfungen der bedeutendsten Größen des deutschen Black Metals! Aus dem Grund war ein kurzes Gespräch diesmal unausweichlich, zumal dies schon beim Debüt nicht hingehauen hat…

Seid mir gegrüßt Lestaya und Sorathiel und Gratulation zu Eurem zweiten Album, welches erneut ein ganz heißes Gemisch aus Black Metal und klassischer Musik geworden ist! Ihr habt Euch in der Tat für ein sehr interessantes, wenn auch ein wenig riskantes Konzept entschieden, was mich direkt vermuten lässt, ob Ihr beide nicht eine ganz klassische Musikausbildung genossen habt. Stimmt, oder? Und falls nicht, wie kamt Ihr auf diese Idee, diese beiden gegensätzlichen Stile miteinander zu verknüpfen? Die Rechnung scheint jedenfalls voll für Euch aufzugehen, was bei der hoch angelegten Qualität natürlich kein Wunder ist.

Lestaya: Hallo Adam, und vielen Dank! Ja, Du hast recht, Sorathiel hat Querflöte und später Cello gelernt (und in Münster unser Windir-Cover vom ersten Album live mitgespielt), ich habe Cello studiert und gezwungenermaßen fünf Semester Klavier als Nebenfach – allerdings nie gerne, meine Eltern sind beide Pianisten, das hat mir einen gesunden Abstand zu dem Instrument verschafft, haha. Ich habe heute noch Mitleid mit meiner Klavierprofessorin. Ohne die Erfahrung aus der Klassik ist es aber auch schlicht unmöglich, diese Musik zu schreiben. Dann sampelt man im schlechtesten Fall ein paar Keyboard-Spuren über einen Song und behauptet hinterher, es sei Symphonic Black Metal.

Die Idee, die beiden Stile zu verknüpfen, ist erstens nicht neu. Es gab immer schon Ansätze dazu, und es gibt einige Bands aus dem Bereich, die ich sehr mag – und hier meine ich weniger Dimmu Borgir, die in erster Linie den Sound eines fetten Sinfonieorchesters nutzen. Aber immer, wenn ein Musiker einer Band in der klassischen Richtung ausgebildet ist, werden bestimmt Elemente integriert, und das ist ja doch in einigen Bands der Fall, hier seien beispielsweise Fjoergyn und Skálmöld genannt. Und bei Cor Scorpii und Mistur bin ich mir recht sicher, dass dort starke Einflüsse vorhanden sind. Zweitens, wir haben nicht „die Idee“ gehabt, das machen zu wollen, anders herum kommt es der Wahrheit näher: Wir haben begonnen und festgestellt, dass es nur genau das werden kann! Alle Menschen werden musikalisch geprägt durch das, was sie hören, und sie können diese Prägung nicht ausblenden, eine einmal gemachte (Hör-)Erfahrung lässt sich nicht supprimieren. Also wird man der Musik, die wir schreiben, immer anhören, woher wir kommen, nämlich aus Klassik und Black Metal gleichermaßen.

Ich sehe die Stile auch nicht als gegensätzlich an. Vielmehr ist Black Metal eine Ausdrucksform, in der eine bestimmte Emotion, die aber auch Bestandteil der Klassik ist, in Reinform, roh und gewaltsam zelebriert wird. Bevor ich mit Black/Death Metal in Berührung gekommen bin, habe ich in einer Art „Klassik-Blase“ gelebt – weil ich einfach an keiner Musik, die ich zufällig irgendwo aufgeschnappt habe, auch nur das geringste Interesse hatte. Dass man diese Gefühle dermaßen essentiell musikalisieren kann, wie es im Black Metal der Fall ist, hat mich damals sofort fasziniert.

Heute nimmt beides den gleichen Stellenwert für mich ein, und Ferndal ist sicherlich eine Metal-Band, also deutlich stärker in diese Richtung gewichtet, aber ohne klassische kompositorische Elemente nicht denkbar.

Ferndal Interview 2

Was hat Dich Lestaya, die Du ja jahrelang in einer „Klassik-Blase“ eingesperrt warst, dazu bewegt, so einen gewaltigen Sprung zu wagen und diese zu durchbrechen? Die meisten Menschen, die Klassik hören, sehen den Black Metal nur als primitiven Krach an, würde ich jetzt behaupten. Ich sehe es aber auch so, dass sich gerade Klassik und Black Metal viel ähnlicher sind, als man es vielleicht vermuten würde, denn bei den Extrema schließt sich der musikalische Kreis, denke ich.

Lestaya: Eingesperrt klingt so gezwungen, von außen initiiert – das war es nicht! Ich bin zum Black Metal gekommen, als ich mal bei einer Freundin war, und deren Bruder im Nachbarzimmer „Bloodhymns“ von Necrophobic gehört hat. Ich bin sofort rüber gerannt und hab gebettelt… Das war, wie (klanglich) etwas zu finden, nach dem ich lange gesucht habe. Kurze Zeit später habe ich dann Bloodbath, Burzum, Old Mans Child, Hate Eternal und Carpathain Forest bekommen – rückblickend eine interessante Mischung, doch anfangs war ich nicht wählerisch (was nicht heißen soll, dass ich eine der Bands schlecht finde!). Dann kam eine lange Phase, in der ich rohen und primitiven Black Metal bevorzugt habe. Inzwischen bin ich anderer Musik gegenüber offener geworden, höre auch andere Metal-Stilrichtungen und Hardrock. Und eigentlich finde ich die Kategorisierung nach Genres mittlerweile langweilig und die nach Herkunft der Musiker spannender – es gibt beispielsweise fantastischen isländischen Reggae.

Das instrumentale Stück „Serenade, Op. 2.8“ vereint sehr gekonnt das Beste von Klassik und Metal. Aber was steht bei Euch zuerst als fundamentales Gerüst eines Songs da, das Metal-Konzept, oder werden vielleicht doch die klassischen Anteile erst erarbeitet, bevor es an die E-Gitarre geht? Bei Euch kann man auch davon ausgehen, dass die klassischen Parts auch komplett aus Eurer Feder sind und nicht nur Interpretationen der zahlreichen ehrwürdigen Klassik-Meister, wie es oft im Metal anzutreffen ist, oder?

Sorathiel: Woraus sich ein Song entwickelt, ist unterschiedlich. Bei „Serenade, Op. 2.8“ war es tatsächlich die Idee von der Melodieführung. Diese ist aber bei dem Stück wohl auch am stärksten ausgeprägt. Mal ist es auch eine interessante Harmoniefolge oder die Vorstellung einer bestimmten Stimmung. Nur für Metal übliches Riffing ist es nie. Die Umsetzung auf Gitarren ist bisher immer der zweite Schritt gewesen. Es ist aber nicht so, dass wir uns strategisch überlegen, wie wir einen Metal-Song mit klassischen Anteilen verbinden. Wir können einfach nicht anders, als die Musik auf diese Weise zu schreiben. Beziehungsweise könnten wir wohl einen Metal-Stil kopieren – aber das wäre nicht unsere Musik. Diese stilistische Mischung, die man im Ergebnis hört, liegt von Anfang an in der Idee eines Songs. Klar gibt es Passagen, die mehr von dem einen oder dem anderen Stil haben; aber ich würde bei dem überwiegenden Teil gar nicht so sehr zwischen Klassik- und Metal-Anteilen unterscheiden. Wir haben auch mal damit experimentiert, klassische Literatur als Metal-Songs zu interpretieren – quasi spiegelbildlich zu unserer Mother-North-Adaption. Aber auf den Alben ist davon nichts zu hören. Falls wir dort fremdes Material verwenden sollten, dann würden wir es kenntlich machen.

Und welche klassischen Komponisten und welche Metal-Band inspirieren Euch zu Eurer Musik?

Lestaya: Wie schon gesagt, Einfluss hat im Prinzip fast alles, was ich höre. Und sei es, dass mir etwas nicht gut gefällt. Wenn Du wissen möchtest, was ich bewusst integriere, dann kann ich besser davon sprechen, mit welchen Mitteln ich gerne arbeite: Barocker Tonsatz, osteuropäische Melodieführung (ich habe sehr viel Tonsatz/Komposition in Ungarn und von einer ungarischen Lehrerin gelernt), Wechsel zwischen Einstimmigkeit und Mehrstimmigkeit, Polyphonie, Kontrapunkt… Wenn ich schreibe, habe ich aber keine Musik von einer Band oder einem Komponisten in meiner Vorstellung. Eine Prägung ist aber sicher stärker von einer Band oder einem Komponisten, der emotional viel in mir auslöst: Windir, Skálmöld, Helrunar, Satyricon, The Vision Bleak, Bach, Beethoven, Schumann, Bruch, Brahms und definitiv Pärt.

Sorathiel: Inspiriert bin ich vor allem von verschiedenen Metal- und Rock-Bands. Ganz überraschend natürlich von Bands wie Windir, Mistur oder altem melodischem Black Metal aus Schweden; aber auch viel anderes, das man im Ergebnis gar nicht heraushören wird. Die klassischen Elemente kommen sowieso von alleine. Natürlich hat man da einen gewissen Background, aber da könnte ich keine speziellen Namen nennen.

Ihr folgt demnach stets Eurer eigenen Intuition, keine Musik verachtend, sich aber auch an nichts klammernd – ein freier Geist sozusagen, der nach vorn gerichteter Blick nicht verklärt. Könnte man das so stehen lassen? In unserer Empfehlung haben wir Eure Musik als einen sehr guten aber schweren Wein bezeichnet. Würdet Ihr das evtl. auch so sehen können? Und mögt Ihr überhaupt Wein?

Sorathiel: Das klingt gut für mich; können wir gerne so stehen lassen!

Den Vergleich mit dem Wein habe ich gelesen und kann nachvollziehen, was damit gemeint ist. Für mich trifft dieses Bild aber nicht ganz zu, dass ich mir das Album nur mit einem Glas Wein vor dem Kamin anhören kann. Das impliziert so eine rein intellektuelle Rezeption und einen starken Abstand zwischen Musik und Hörer. Wir empfinden sie aber durchaus auch als expressiv und sehr emotional. Wahrscheinlich gibt es beide Ebenen und es kommt auf die Situation an, in der man sie hört. So gesehen passt das Wein-Bild schon wieder etwas besser: Dabei kommt es mir auch auf die jeweilige Atmosphäre an.

Lestaya: Rotwein – ja, auf jeden Fall! Auch sehr gerne schweren und intensiven… Den Vergleich bekomme ich nicht wirklich nachvollzogen… Wenn damit aber ausgesagt wird, dass unsere Musik definitiv nicht als Partymusik verstanden werden kann, dann habt Ihr Recht. Sollte man der Einteilung in U- und E-Musik folgen, würde ich Ferndal tatsächlich im E-Musik-Bereich ansiedeln, eher noch als so manche klassischen Werke.

Eines interessiert mich noch: Worauf bezieht sich der Albumtitel „Singularitäten“? Anhand der Songtexte ließe sich beispielsweise ein roter Faden auf diesem Album ausmachen, würde ich sagen. Doch der Titel verbietet so ein Denken, oder? Eine Endzeitstimmung prägt das Gesamtbild Eures Werkes… Glaubt Ihr, dass es bald dazu kommen könnte?

Sorathiel: Der Titel ist eher nicht so gemeint, dass jeder Song für sich alleine und unabhängig von den anderen steht. Im Gegenteil: Das Metaphorische an dem Konzept ist eine Gemeinsamkeit der Songtexte. Auch wenn Lestaya und ich unsere Texte unabhängig voneinander schreiben, ist das Thema immer präsent. Na ja, Endzeitstimmung ist vielleicht eine Seite der Medaille. Es geht um das Gefangensein in dualistischen Zuständen und um die Suche nach dem Moment einer Singularität, das die kurze, aber grenzenlose Freiheit von diesen Zuständen bedeutet. Jeder Songtext beschreibt eine andere Ebene, auf der diese Suche stattfinden kann (bis auf „Siebter Gesang, Op. 2.7“, da geht es um etwas anderes). Was Du als Endzeitstimmung wahrnimmst, ist vielleicht ein notwendiger Schritt auf dieser Suche, weil es Loslassen von der eigenen Welt bedeutet. Und klar, es ist Black Metal, deshalb geht es um die Aspekte von Schmerz, Verachtung und Melancholie, die darin liegen. So analysiert klingt das immer recht abgehoben. Aber ich denke, die emotionalen Zustände in den Texten durchlebt jeder in irgendeiner Weise.

Lestaya: Endzeitstimmung – eher nicht. Sicherlich ist momentan sehr viel teils Beängstigendes in der Welt los, aber gleichzeitig kommt das Denken der Menschen in Bewegung – in eine sehr positive Richtung, was nicht bedeutet, dass alles was daraus folgt auch tatsächlich positiv IST, aber ein Gedanke kann ja bei verschiedenen Menschen verschiedene Folgen haben, je nachdem wie ängstlich/selbstsicher oder in Not/glücklich (oder was auch immer) dieser Mensch ist. Insofern, nein, keine Endzeitstimmung im realen Sinne, im mentalen Sinne aber schon. Wie Sorathiel sagt, es ist immer noch Black Metal. Oder zumindest etwas sehr ähnliches…

Da die „Singularitäten“ noch ganz frisch sind, kann man sicherlich noch nicht sagen, wie das Album bei der Zuhörerschaft ankommt, vermute ich. Doch wie waren die Reaktionen auf Euer Debüt? Waren alle positiver Natur (wovon ich ausgehe), oder gab es vielleicht auch die eine oder andere negative Stimme (es gibt ja schließlich genügend Haarspalter und/oder Erbsenzähler auf der Welt, auch in der schwermetallischen)? Erzählt mal, wie waren da Eure Eindrücke?

Lestaya: So langsam kann man dazu schon etwas sagen, und die Rückmeldungen sind alles in allem sehr positiv. Dass „Singularitäten“ deutlich ausgereifter ist, das ist offensichtlich, und jeder Hörer sollte das auch merken. Dass Leute, die unsere Musik nicht mögen, nicht zu uns kommen, um uns das mitzuteilen, erklärt die ausschließlich positiven Rückmeldungen in Gesprächen nach Konzerten…

Was Reviews angeht, so tritt der subjektive Eindruck bei ihnen natürlich sehr stark in den Vordergrund, weil das auch am interessantesten ist. Es gibt zwar Kriterien, um Musik zu bewerten – Songwriting, Umsetzung, Produktion etc. – aber da reichen zwei bis drei Reviews aus unterschiedlicher Perspektive aus, und dann ist auch alles dazu gesagt, was man dazu sagen kann. Aber was zählt, das ist der bleibende Funke, der überspringt oder eben nicht überspringen will. Das Einzige, was mich stört, ist, wenn ein Rezensent eine Vorstellung von dem, was ihn erwarten sollte, hat, und dann schreibt, dass er das, was er erwartet hat, ja so gar nicht in unserer Musik vorfindet… Das ist einfach dumm. Man sollte schon offen bleiben können. Viele gehen zum Beispiel davon aus, dass die „klassischen Elemente“ selbstverständlich vom Cello vertreten werden, und ihnen ist dessen Einsatz dann wahlweise entweder zu stark oder zu wenig ausgeprägt. Ich meine, kein Mensch überlegt, ob etwa die Rhythmusgitarre zu präsent ist oder phasenweise untergeht. Deshalb betonen wir immer wieder, dass das Cello bei uns GLEICHBERECHTIGT neben den anderen Instrumenten steht, es geht weder darum, meine Virtuosität unter Beweis zu stellen, noch darum, einfach ein hübsches und ungewöhnliches Instrument auf der Bühne zu haben. Es geht um den Klang. Und an einigen Stellen wollen wir ihn mit präsentem Cello haben und an anderen übernimmt das Cello eine Bassfunktion. Das ist klassisch gedacht, und die Kompositionen sind teils mehr, teils weniger klassisch gedacht – das sind die Elemente, die wir mit Klassik meinen. Diese Elemente können auch sehr gut ohne Cello vorhanden sein. Klassik-Anteil vom Cello und Metal-Anteil vom Rest der Band, das ist etwas zu einfach gedacht. Da werden wir leider noch häufig missverstanden.

Musik hat immer mehrere Ebenen, und welche davon einen Hörer anspricht, darauf haben wir keinen Einfluss. So ist es klar, dass unterschiedliche Meinungen über die gleiche Musik herrschen. Es ist eine schöne Sache, dass Musik so unterschiedlich gehört werden kann. Ich finde Reviews immer unter DIESEM Gesichtspunkt am spannendsten. Ich nehme es auch niemandem übel, wenn er mit unserer Musik nichts anfangen kann, das ist legitim. Beispielsweise finde ich das Review vom Metal Hammer sehr schön: Robert Müller ist offensichtlich kein großer Fan von unserer Musik, er schrieb aber ein gutes Review, indem er deutlich bei den objektiven Kriterien geblieben ist und seine Meinung als genau das kenntlich gemacht hat.

Sehr erfreulich ist es natürlich, wenn man als Musiker eine Rückmeldung bekommt, in der man sich selbst wiederfindet. Wie immer im Leben, wenn man sich in seinem Innersten verstanden fühlt. Wir verfolgen keinen Zweck mit der Musik, und wie das bei einer Veröffentlichung so ist, geben wir die Rezeption aus der Hand und damit die Musik frei als Zielscheibe für Meinungen, insofern: Ich freue mich darüber, dass wirklich die allermeisten Reaktionen extrem positiv sind, weil es uns mit den Hörern verbindet!

Ferndal Interview 3

Ich denke, dieser ausführlichen Ausführung ist nichts mehr hinzuzufügen, Lestaya. Du hast es auf den Punkt gebracht! Aber was viele sicherlich noch wissen möchten: Wo und wann wird man Euch in der kommenden Zeit live erleben können? Und mögt Ihr es überhaupt viel zu touren oder ist Euch weniger Live-Trubel doch etwas lieber?

Sorathiel: Nein, wir spielen wirklich sehr gerne live. Man kann dabei seine Musik ganz anders vermitteln als auf einer Aufnahme. Der Sound ist zwar oft schwierig, aber man kann die Songs selbst verkörpern und zeigen, was man ausdrücken will. Ferndal wäre nur als Studio-Band weniger sinnvoll. Natürlich ist „Live-Trubel“ auch mit Aufwand verbunden, und wir überlegen uns jeden Auftritt vorher gut. Die nächsten Termine in kommender Zeit sind: Am 21. Februar in Köln, am 30. März in Berlin und im April auf dem Festival Death Rages On! in Neustadt an der Orla.

Da Ihr, so kurz nach dem Release von „Singularitäten“, Euch sicher noch keinen Kopf über die weitere bzw. noch ferne Zukunft von Ferndal macht (oder doch?), möchte ich mich nun sehr für die Ausführlichkeit des Interviews bei Euch bedanken! Gehabt Euch wohl! Man sieht sich hoffentlich bald irgendwo vor, hinter oder neben der Bühne!

Sorathiel: Wir wollen uns mit der nächsten Veröffentlichung eigentlich ein bisschen Zeit lassen, stellen aber gerade fest, dass wir die Füße gar nicht stillhalten können. Über die ferne Zukunft kann natürlich niemand etwas sagen, aber zumindest auf kreativer Ebene ist noch lange nicht Schluss.

Auch Dir vielen Dank für das Interview. Ich hoffe, wir waren nicht ZU ausführlich!