Amokschlaf – Amokschlaf

Amokschlaf - Amokschlaf

Mit Amokschlaf erhebt sich eine weitere Combo aus dem Kohlestaub des Ruhrpotts, die mit ihrem ersten, gleichbetitelten Tape ein fetziges Lebenszeichen von sich gibt. Die darauf eingesperrte Musik, welche von dem erfahrenen Duo mit Hilfe einiger Gastmusiker handgemacht eingeprügelt und in Eigenregie aufgenommen wurde, ist trotz des gewählten Bandnamens definitiv nix für Schnarch-Nasen. „Freier Fall“ zeigt sich direkt von einer zuckerbösen und recht harten aber auch sehr melodischen Schlagseite. Dabei legen sich die amokschlafwandelnden Jungs gar keine Genreketten an, sie räubern frei nach Lust und Laune in allen klassischen Metal-Gebieten, auch wenn Death und Grindcore wohl am stärksten auf sie abgefärbt haben müssen (der Bandname ist ja schließlich von einem Song der Krefelder Vorzeige-Deathgrinder Japanische Kampfhörspiele abgeleitet). Gerade bei den nächsten beiden Tracks „Nekrolepsie“ und „Insomnia“ ist dies wirklich gut dokumentiert. Der meist keifend schwarzmetallisch dargebrachte Gesang wechselt sich hier recht häufig mit dem typischen, wohl aus den tiefsten Tiefen der Lungen hervorkriechenden Death-Geröchel ab, was definitiv in gehaltvollerem Hörerlebnis wurzelt. Die Musik von Amokschlaf ist ohnehin sehr vielschichtig aufgebaut. Die Gitarren werden mal knallig hart heruntergerotzt, mal sind sie thrashig verspielt, wie etwa zu Beginn des vierten und letzten Songs „Niobe“, oder gelegentlich auch mal kurzzeitig ganz sanft und ruhig, wie die sprichwörtliche Ruhe vor dem Sturm, der dann garantiert mit voller Wucht wieder ausbricht, während das Schlagzeug sehr dynamisch und organisch scheppert. Die beiden Musiker Eldred und Clay haben viel Rhythmus im Blut und können echt viel, und das zeigen sie auf diesem Demo auch. Die Lyrics sind, zum gewählten Namen passend, natürlich kritisch und lassen euch nicht mit einem guten Gewissen einschlafen. Mit dem Tape kann man absolut nix falsch machen, ergo supporten! Ich wünsche eine gute Nacht mit Amokschlaf!