At Sea Compilations – Blackened II

At Sea Compilations - Blackened II

Sampler oder Compilations sind eigentlich immer recht schöne Angelegenheiten, welche uns die schnellen Möglichkeiten eröffnen, mal etwas weiter über den eigenen Tellerrand zu schauen und doch vielleicht etwas Neues und Gutes für sich selbst zu finden oder zu entdecken. Dieser Aufgabe hat sich u. a. auch das Projekt At Sea Compilations verschrieben. So wurden seit der Gründung im Jahre 2012 ganze 25 Sampler mit über 500 Bandbeiträgen realisiert, um in Zeiten von Musik-Streaming und Algorithmen den Musikfreunden hörenswerte, jedoch unbekanntere Bands vorzustellen. Echt starke Leistung sowie eine unterstützenswerte Idee!

Der neueste Streich dieses Projektes hört auf den Namen „Blackened II“ und widmet sich den etwas dunkleren Spielarten des Metals. Und wenn ich mir nun die Zusammensetzung der Bands dieser von Danijel Zambo (dem kreativen Kopf hinter walden und Skognatt) gemasterten Compilation so ansehe, so stoße ich auf einige mir bereits bestens bekannte Namen. Die renommierten, mittig platzierten Wolves in the Throne Room stellen hierbei wohl eine Ausnahme dar, und halten wohl freiwillig als Zugpferd für die anderen, weniger bekannten Bands her, die da wären: Invidiosus, Glorious Night, Antyra, Obscene Illusion, Naeramarth, Twilight Fauna, Verminlord, Knarkaren, Awenden, Arbor Ira, Akantophis, Kalte Tage und Aprilmist. Einige der Bands haben wir schon in unseren Waldhalla-Hallen vorgestellt, einige wie z. B. die äußerst melodisch agierenden Antyra sind mir noch aus unserer Hammerheart-Zeit her bestens in Erinnerung haften geblieben. Mit „Hinab in den Maelström“ wird hier der beste Song ihres letzten Albums „Pentachronist“ ausgekoppelt, der, mit den individuellen Ecken und Kanten alleine für sich betrachtet, diese Leipziger Combo von der allerbesten Seite bescheint. Wer hier was zu meckern haben sollte, bei dem wird man sicherlich nur noch die totale Plastiksound-Infektion diagnostizieren können. Ähnliches gilt für die anderen Songs, von denen mir persönlich „Thousand-Eye Stare“ von Invidiosus, „Condescesion“ von Naeramarth, „Phra Rahu“ von Verminlord sowie das mir ebenfalls wohlbekannte Liedchen „Nemorivagus“ von Arbor Ira wirklich gut in den Ohren liegen. Gerade der Song von Naeramarth, der mich mit seinem progressiven Einschlag stellenweise sogar ein wenig an Symphony X erinnert, hat dafür Sorge getragen, dass ich mich mit dieser Band näher auseinandergesetzt habe. Und somit hat diese Compilation schon gefruchtet und ihren Zweck bei mir erfüllt. Nun seid ihr dran!

Über 80 Minuten Spielzeit, verteilt auf 14 Songs, ganz ohne braunen Müll, ganz klar! Von Black und Death über Atmospheric, Symphonic, Progressive, Extreme, Melodic und etwas Thrash sollte hier für jeden etwas Passendes dabei sein!