Caradras – Ex nihilo

Caradras - Ex Nihilo

Caradras? Fehlt da nicht ein „h“? Das könnte man als eingefleischter Tolkien-Fan sicherlich hinterfragen, aber andererseits ist es auch vollkommen legitim einfach mal etwas anderes zu wagen. Wer hier eine Band erwartet, die ebenfalls auf den „Tolkien-Troll“ aufspringt und „Summoning-Märchen“ erzählt, liegt nicht ganz richtig. Einige der Texte sind zwar eindeutig mittelerdelastig, aber hier geht’s etwas wilder zur Sache, ohne jegliches „Geklimper“ eines Synthesizers. Mit diesem Projekt schlagen Caradras, die zu Dreivierteln aus der Band Frigoris bestehen, einen Weg in weitaus rauere Gefilde ein. So eisig wie der Wind einem auf dem Caradhras entgegenpeitschen muss, hauen sie dem Hörer ihre eiskalten Riffs um die Ohren. Die Songs wirken allesamt düster und ungeschliffen – aber nicht im negativen Sinne. Eher etwas „oldschoolig“. Guter alter Black Metal halt, ohne viel Schnickschnack. Harsch und unbarmherzig wie die Natur selbst, was durch die Bildmalerei von Caspar David Friedrich auf dem Cover der Demo-CD wunderbar verdeutlicht wird.

Von den vier enthaltenen Songs empfinde ich den in englischer Sprache eingesungenen Track „Drums in the Deep“ als den wohl gelungensten. Möglicherweise liegt es an dem Text von Tolkien, an der dazu passenden Komposition oder an beidem in Kombination. Was mir hier allerdings etwas zur Authentizität fehlt, wäre tatsächlich ein Trommeln in der Tiefe. Aber man kann eben nicht alles haben. Dafür sind hier die Gitarrenmelodien etwas ausgeprägter. Im Grunde ist „Ex nihilo“ wohl der perfekte Zwergensoundtrack, haha. Wer’s also etwas grober mag, der sollte mal reinhören. Die CD gibt’s bei der Band für ’nen Fünfer!


Caradras? Is there a „h“ missing? This could certainly be questioned as a die-hard Tolkien fan, but on the other hand, it is quite legitimate just to try something else. Who’s looking for a band here, that also jumps on the „Tolkien troll“ and is telling  „Summoning fairytales“, is not quite right. Some of the lyrics are definitely inspired by Middle Earth, but it’s more wild and without any synth. With this project, Caradras, who consist of three-fourths of the band Frigoris, strike a path into more rough realms. As icy as the wind has to blow on the Caradhras, their ice-cold riffs are beating your ears. The songs are all dark and blunt – but not in a negative sense. It’s rather more old school. Good old black metal, without bells and whistles. Harsh and ruthless as nature itself, which is beautifully illustrated by the painting of Caspar David Friedrich on the cover of the demo CD.

I think „Drums in the Deep“ is the best one out of the four tracks, which is the only track in English language. Maybe it’s because of the Tolkien lyrics, the appropriate composition or both in combination. What I am missing, would actually be these drums in the deep for the authenticity. But you can’t have everything. Though the guitar melodies are more distinct. Basically, „Ex nihilo“ is the perfect dwarf soundtrack – probably, haha. If you like it more rough, you should check it out. You can grab a copy directly from the band for a note of five!