Empyrium – The Mill

Empyrium - The Mill

Bei meiner Rezension zu „The Turn of the Tides“ habe ich schon die naheliegende Vermutung geäußert, dass Empyrium sich mit der kommenden Veröffentlichung wieder ganz nah am Rande der Perfektion bewegen werden. Und damit habe ich nicht danebengelegen, auch wenn „The Mill“ nur eine EP und kein Longplayer ist. Als eine spezielle, für die Besucher des Prophecy Festivals 2015 auf 500 Exemplare in Vinyl gepresste Auskopplung, ist es nicht nur für Fans der Band sondern auch für Musiksammler ein sehr interessantes Objekt der Begierde. Das stimmige, auf alt getrimmte Cover mit der alten Mühle und dem verschnörkelten Empyrium-Logo ist ein echter Hingucker, und die beiden Tracks „The Mill“ und „Unite“ ein Hörgenuss, wie ihn einzig und alleine nur Empyrium zu kredenzen wissen. Wunderschöne, wie ein klares Rinnsal bedächtig dahinfließende Kompositionen, die eine Harmonie bzw. eine natürlich entstandene Fusion aus vergangener Schöpfung und neuer Kreativität bilden und an den großartigen Song „The Days Before the Fall“ anknüpfen. So etwas, aber in konsequenter Fortsetzung, habe ich vom letzten Album erwartet. Aber was nicht ist, kann ja noch werden. Auf der nächsten Album-Veröffentlichung. Bis dahin werde ich garantiert noch ziemlich oft diese kurze Platte auflegen, denn vor allem „Unite“ steht momentan ganz weit oben auf meiner Playlist. Thomas Helms Opernstimme kontrastiert hier tadellos mit dem von Schwadorf tiefdunklen, gelegentlich eingeworfenen Sprechgesang, dazu das verträumte Gitarrenspiel, das alles klingt einfach nur genial! Empyrium haben ein kleines, aber feines Überraschungspaket geschnürt, das sicherlich jeden Prophecy-Fest-Besucher mehr als nur freudig stimmte.

(auch veröffentlicht im Hammerheart Fanzine #10, Mai 2016)