Evoca – Val d’Inverno

Evoca - Val d'Inverno

Bereits im September des vergangenen Jahres veröffentlichten die Italiener Evoca ihr Demo-Tape, welches lediglich auf 89 Kopien limitiert ist. Es ist das Projekt des Bassisten der Band Brünndl, deren Debütalbum wir ebenfalls auf Waldhalla vorgestellt haben. Evoca sind außerdem Teil der Venetic Black Metal Front – ein recht junges Projekt – das einige der dort ansässigen Black-Metal-Liebhaber wohl ins Leben gerufen haben müssen.

„Val d’Inverno“ bedeutet soviel wie „Tal des Winters“ oder „Winterliches Tal“. Eine musikalische Wand aus Schnee und Eis (so wie es Earth and Pillars auf ihrem letzten Output zelebrieren) ist hier allerdings weniger zu erwarten. Vielmehr enthält das Demo-Tape mit nur einem einzigen Song, aber einer Spieldauer von etwa 30 Minuten, bildhaft gesprochen die Wasserfahrt eines kleines Blattes, das freudig den Bachlauf des Covers hinabsegelt. Verzichtet wird gänzlich auf den Einsatz von Gesang, was diese Imagination irgendwie manifestiert. Der Song beginnt mit Geplätscher, graziösen Akustikgitarren und dezentem Schlagzeug, nimmt aber dann ab der vierten Spielminute Fahrt auf. Dem Ganzen wohnt eine gewisse Einfachheit inne: Akkorde werden oftmals wiederholt, ähnlich den Stromschnellen auf denen sich das Blatt bewegt werden diese erneut und erneut wiedergegeben. Dies wirkt schon fast ein wenig meditativ, bis der Hörer dann von einem leichten Solo überrascht wird. Nach kurzem Innehalten erklingen wieder die Akustikgitarren und die Fahrt geht im Mid-Tempo-Bereich weiter. Hier fehlt es mir ehrlich gesagt ein wenig an Variation – das gewisse Etwas wenn man so will. Nach einem weiteren Break geht’s dann ab der einundzwanzigsten Spielminute etwas schneller voran, stets getragen von melodisch gestimmten E-Gitarren, was schon mehr im Gehörgang hängen bleibt. Hier endet die Fahrt des Blattes, nach ein wenig Akustikgitarren-Einsatz, am seichten Ufer aber auch schon.

Mein Fazit ganz klar: Eine solide Arbeit, die noch etwas mehr Würze vertragen könnte. Ein paar ins Mark gehende melancholische Gitarrensoli vielleicht? Eine dazu passende Stimme für den Kontrast? Wer weiß… Ich bin neugierig, was das Projekt in Zukunft zu bieten hat, denn Können kann man dem Künstler jedenfalls nicht abringen! Wer Interesse an dem Tape hat, kann es hier gratis downloaden oder in physikalischer Form erwerben.


The Italians Evoca already published their demo tape back in September of last year, which is strictly limited to 89 copies only. It’s a project of the bassist from Brünndl, a band whose debut album we also presented on Waldhalla. Evoca is also part of the Venetic Black Metal Front – a very young project – that some of the Italian black metal lovers must have created.

„Val d’Inverno“ means something like „Valley of winter“ or „Winterly valley“. A musical wall made of snow and ice (like it’s celebrated on the last outcome of Earth and Pillars) is not yet to find here. Moreover the demo with one song and a playing time about 30 minutes contains (speaking in a metaphoric way) a shipping of a little leaf which is gladly sailing down the brook, shown in front of the cover. The track is completely recorded without vocals, that is manifesting this imagination somehow. The song starts with rippling, graceful acoustic guitars and slightly used drums, but then it becomes more fast from the fourth minute. There’s a special simplicity in it: Chords are often repeated, similar to the leafs rapids, these are repeated again and again. This seems almost meditative, until the listener is surprised by a slighty solo. After a short while, the acoustic guitars are starting again and the ride goes on in mid-tempo range. I’ve to admit that I’m missing some variation in here – something special if you want to say so. After another break the music becomes faster (from the 21st minute), always driven by melodic electric guitars. This is what dwells more in your ear canal. After a bit of acoustic guitars, the leaf’s journey already ends on the shallow shore.

My conclusion: It’s a solid work, but needs a bit more flavour. Maybe an ear-piercing melancholic guitar solo? A suitable voice for contrast? Who knows… I’m curious about what this project has to offer in future, because you can’t deny the skills of the artist so far. If you want to grab one of the tapes, you can download it for free or buy it as a physical copy here.