FB 1964 – Irish Steel

FB 1964 - Irish Steel

Es ist noch nicht wirklich allzu lange her, als das Konzeptalbum „Störtebeker“ von FB 1964 recht angenehm meine Nackenmuskulatur stimulierte. Nun servieren uns Frank Badenhop (Gitarre) und seine beiden festen Trinkkumpanen Mirko Gätje (Bass) und Michael Wolpers (Drums) weiteres Material im klassischen Metal-Gewand. Mit „Irish Steel“ wurden diesmal traditionelle irische Lieder mit einer metallischen Oberflächenbeschichtung veredelt – wobei man hier im weiteren Sinne ebenfalls von einem Konzeptalbum sprechen kann – und wie gehabt mit Hilfe von einigen Gastsängern und -musikern auf CD projiziert. Passend zum gewählten Thema umfasst die Riege der Aushilfskräfte hier mehr weibliche Persönlichkeiten, die alle mit einer für solch eine Herausforderung geeigneten, scheinbar vom Whiskey verwöhnten Stimmlage gesegnet sind. Das Ergebnis kann sich von daher wirklich gut hören lassen. Frank und die Instrumentalisten sind zu jeder Zeit sehr handwerklich und bodenständig auf ihren Gerätschaften unterwegs, mal gehen sie Hand in Hand mit den Vokalisten einher, mal werden diese nur begleitend von ihnen flankiert, und mal flanieren sie völlig selbstständig in den musikalischen Landschaften Irlands herum. Den gecoverten Songs entsprechend ist die Scheibe auch insgesamt etwas ruhiger als die zuletzt verzapfte akustische Piraten-Saufenoper ausgefallen, welche mir einen kleinen Tick mehr zusagte. Das beruht aber lediglich auf der persönlichen Tatsache, dass ich im Allgemeinen nicht so der Irish-Pub-Gänger bin, weshalb die irische Folklore auch nicht ganz so hoch auf meiner Auswahlliste steht. Von den hier dargebotenen Songs ist mir abgesehen von dem fast am Ende aufgefahrenen „Foggy Dew“ eigentlich nichts wirklich bekannt. Aber gerade deswegen lasse ich mich gerne eines Besseren belehren. Und chlorophyllhaltig ist die Musik von der grünen Insel allemal! Guinness-, Kilkenny- und St.-Patrick’s-Day-Fetischisten können hier blind und/oder auch wahlweise besoffen zulangen!