Skjaldborg – Todgeweiht

Skjaldborg - Todgeweiht

Vorweg sollte der werten Hörerschaft wohl mitgeteilt werden, dass es sich bei Skjaldborg (Schildwall auf deutsch) um einen einzelnen Krieger namens Virus handelt, der eine Affinität zum Reenactment hat und sich tief in der alten Zeit verwurzelt sieht. Lyrisch beziehen sich die Texte daher hauptsächlich auf Krieg, Blut und dem Tod entgegen. So wie es früher desöfteren war, als der Mensch den Tod noch nicht vollends tabuisiert hatte. Auch wenn der Künstler selbst zugibt, dass die Thematik nicht immer tiefgründig ist, macht es doch Laune dem Klang dieses Silberlings zu lauschen. Wichtig ist Virus außerdem, die Themen so zu besingen, wie die Menschen es vielleicht vor 1000 Jahren getan hätten, soll heißen: Ohne neuzeitliche Wörter. Dem Musikalischen tuen die Texte daher keinen Abbruch, auch wenn es früher noch keine elektrischen Instrumente gab. Insgesamt sind die Songs sehr melodisch, mit einer guten Gitarrenarbeit und ohne viel Schnickschnack. In Zukunft soll es zu dem jetzigen Viking-Black-Metal-Stil vermehrt klaren Gesang geben, auf den ich jetzt schon gespannt bin. Als Anspieltipp kann ich „Zerfall“ wärmstens empfehlen! Zugegeben, es ist kein Meisterwerk, aber für ein selstproduziertes Minialbum von einer knappen halben Stunde ist es ein solides Debüt, für das es sich lohnt ein paar Taler zu investieren!

(auch veröffentlicht im Hammerheart Fanzine #8, Mai 2014)