Ulvesang – Ulvesang (Rezension)

Ulvesang

Endlich eine ruhige Minute, um unsere werten Leser freudig mit einem meiner derzeitigen Lieblinge bekannt zu machen: Ulvesang. Namentlich wie auch stilistisch sind hier zwar einige Parallelen zu den alten Ulver-Alben erkennbar, jedoch ist dies meiner Einschätzung nach keinesfalls die Intention der Band wie eine Kopie dieser zu klingen. Im Gegenteil. Eine wunderbare Mischung aus melancholischen Gitarrenklängen, Gesäusel im Dickicht und beruhigenden Melodien veranstalten hier miteinander ein ohrenumgarnendes minimalistisches Feuerwerk. Es muss nicht immer hard’n’heavy sein, wie Ulvesang auf ihrem Erstlingswerk beweisen. Aufmerksam wurde ich auf die Band (mal wieder) über Bandcamps Music Feed – dafür danke ich dem Bandcamp-Gott! Seither habe ich diese zarten, aber düsteren Klänge oftmals auf mich wirken lassen, und ich muss gestehen, es ist schon eine Art Sucht geworden. Kürzlich wurde ich durch die physikalische CD-Form, die von Neuropa Records veröffentlicht wurde, zusätzlich mit einem haptischen Erlebnis befriedigt. Herrlich. Das naturalistische und spirituelle Artwork des Digipaks deckt sich perfekt mit der stimmungsvollen Musik – ja es hat definitiv etwas Magisches. Das kanadische Trio versetzt den Hörer in einen dämmrigen, nach Tannennadeln duftenden Hain und läd dich ein, in einer kleinen geselligen Runde am Feuer der Musik zu lauschen.

Freunde von Vàli, walden oder Byrdi kann ich diesen Silberling nur herzlichst empfehlen. Als Anspieltipp sei hier der Song „Arms in Pledge to Ellis“ genannt, der durch seinen spannenden Aufbau besticht und in dem ebenso die Vorliebe der Band für Black Metal, durch die grandios eingesetzten Stimm(ein)lagen, deutlich wird.

Thank you Ulvesang!