Wolcensmen – Songs from the Fyrgen (Rezension / Review)

Wolcensmen - Songs from the Fyrgen
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Kleine, aber das Herz erfreuende Kostbarkeiten sind in meinen Augen viel wertvoller als Gold und Edelsteine, welche nur materielles aber wahrhaftig kein wirkliches Glück hervorbringen können. Mit den kürzlich erschienenen „Songs from the Fyrgen“ von Wolcensmen halte ich nun so eine Kostbarkeit in meinen Händen. Gleich die ersten einsetzenden Töne des kurzen Openers „Withershins“ machten mir umgehend klar: So hätte sich die neue Empyrium-Scheibe nach meiner Wunschvorstellung in etwa anhören sollen! Und obwohl mich Empyrium mit „The Turn of the Tides“ nicht enttäuscht haben, schafften sie es leider nicht mich auf der ganzen Linie dermaßen zu begeistern wie es nun das Wolcensmen-Debüt tut. Die sogleich einsetzenden ruhigen Akustikgitarrenklänge mit einem warmen, einfühlsamen sowie vollkommen natürlich erschallenden Gesang beschwören einen geisterhaften Nebel in meiner Phantasie, welcher mich in eine andere Zeit und Welt entführt, was akustisch mittels Windgeräuschen und einer wunderschönen Piano-Melodie bewerkstelligt wird. Ein wundervoller Auftakt des English Heathen Folks, welcher in gleichbleibender und sehr abwechslungsreicher Qualität das ganze bodenständige und tief mit Englands alter Geschichte verwurzelte Album durchzieht. Egal welchen Song man wählt, ob „Sunne“, das mit einem schönen Refrain versehene und vom Demo übernommene „Hoofes Upon the Shymmeringe Path“, das traditionelle Lied „The Mon o‘ Micht“ oder den mit einem leichten Summoning-Einschlag versehenen vorletzten Track „The Bekens are Aliht“, man wählt immer den richtigen und wird an jedem seine wahre Freude haben. Denn es ist eine herrliche, stellenweise sogar meditative und von Emotionen durchtränkte Musik voller Inbrunst, Romantik und Leidenschaft, eine Musik, die Harmonie, neue Inspirationen und vielleicht sogar den Seelenfrieden in gequälten Seelen wecken kann, und es ist definitiv eine erhabene Musik, die im Einklang mit dem heilenden Puls der Mutter Erde in Verbindung stehen muss!

Dies ist eines dieser seltenen Alben, das mich bis zum letzten Tage meines irdischen Dasein begleiten wird, und welches ich mit Sicherheit meinen Kindern bzw. Enkeln vermachen werde, damit sie, so wie ich jetzt, später, falls sich der hässliche und zerstörerische „Monster“ hervorrufende menschliche Wahnsinn bis dahin nicht aufgelöst bzw. gemildert haben sollte, zumindest einen ruhigen Rückzugspunkt in schöner Musik finden können. In dem Zusammenhang möchte ich noch eines an dieser Stelle ganz klar zum Ausdruck bringen: Die Zukunft gehört stets unseren Kindern, und wer rücksichtslos und blind vor Gier das heilige Erbe der Erde ausbeutet und dabei nicht mal an sein eigenes Fleisch und Blut denkt, der ist ein Narr ohnegleichen!

Es bringt aber nichts, noch mehr Worte zu diesem Opus Magnum zu erfinden, die dieser Musik sowieso nicht gerecht werden können. Einfach holen, CD einlegen, die Augen schließen und mit der Musik in dicht bewaldete Länder jenseits unserer vertrockneten gesellschaftlichen Strukturen entschwinden, zumindest für eine Weile. Für mich ist „Songs from the Fyrgen“ auf jeden Fall das beste Album des Jahres 2016. Mit diesem epischen Neofolk ist der Musiker Dan Capp, welcher mit seinem ersten Projekt Speirling unverständlicherweise eine Bauchlandung erlitt, auf jeden Fall auf dem richtigen Weg, um moderne Zöpfe abzuschneiden (zur Abwechslung mal keine alten). Unterstützung erfährt er dabei von allen Seiten, zum Beispiel von vielen Gastmusikern, wie dem Dungeon-Synth-Meister Grimrik, welche diese Aufnahmen mit ihrem Können mit veredelt haben. Fazit: Auf „Songs from the Fyrgen“ findet man wirklich alles, was dieses Musikgenre ausmacht, wenn nicht sogar noch viel mehr!

Small, but heart-pleasing treasures are much more precious than gold and gemstones in my opinion, they can only bring forth material happiness, which isn’t a true happiness. With the recently released „Songs from the Fyrgen“ by Wolcensmen I’m holding such a precious thing in my hands. The first sounds of the short intro „Withershins“ immediately made clear to me: In my dreams the new Empyrium album had to sound like that! Although Empyrium did not disappoint me with „The Turn of the Tides“, they did not manage to impress me like the whole Wolcensmen debut. The calm, soft acoustic guitar sounds, with a warm, sensitive and completely natural sounding vocals, evoke a ghostly mist in my imagination, which takes me to another time and world. This is accomplished throughout windy noises and a beautiful piano melody. A wonderful startup of English Heathen Folk, which passes in the same and varied quality through the whole down-to-earth album, which is deeply rooted in England’s old history. No matter what song you choose, whether it’s „Sunne“, „Hoofes Upon the Shymmeringe Path“ (taken from the demo), the traditional song „The Mon o‘ Micht“ or „The Bekens are Aliht“ with a slight Summoning touch, you’ll always choose the right one with a lot of pleasure. For it is a magnificent, even meditative and emotionally saturated music full of fervor, romance and passion, a music that can awaken harmony, new inspirations and perhaps even peace in tormented souls, and it is definitely sublime music, which must be in harmony with the healing pulse of Mother Earth!

This is one of those rare albums that will accompany me to the last days of my earthly existence, and which I will surely bequeath to my children or grandchildren. So they may have a quiet refuge in beautiful music (as I do have now), when the nasty and destructive „monster“ of human insanity has not been resolved or mitigated yet. In this context, I would like to make one thing clear at this point: Future always belongs to our children, and whoever ruthlessly and blindly exploits the sacred heritage of the earth and does not even think of his own flesh and blood, is a fool like no other!

However, there is no reason to write more words regarding this Opus Magnum, which won’t live up to the music anyway. Simply grab and insert this CD in your player, close your eyes and immerse with densely wooded countries beyond our crippled social structures – maybe for a while. For me „Songs from the Fyrgen“ is definitely the best album of the year 2016. With this epic neofolk, the musician Dan Capp, whose first project Speirling was badly underrated, is definitely on the right way to get rid of modern customs (not antiquated ones for a change). He receives support from all sides, for example by many guest musicians, such as the dungeon synth master Grimrik, who has refined these recordings with his abilities. My conclusion: On „Songs from the Fyrgen“ you really find everything that represents this musical genre, and beyond, yet more still!